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Der Gran-Paradiso-Nationalpark wurde schon 1922 als erster
Nationalpark Italiens geschaffen und zwar vor allem zum Schutz
des Alpen-Steinbocks. Zusammen mit dem westlich angrenzenden
französischen Nationalpark Vanoise stellt das Gebiet
mit mehr als 1.250 km² Fläche Europas grössten Nationalpark
dar.
Der Gebirgsstock
des Gran Paradiso erhebt sich südlich der beiden höchsten Alpenmassive,
des Mont Blanc und des Monte Rosa. Der Berg selbst ist gut 4000
m hoch, mit tiefen Taleinschnitten, steilen Felshängen, spitzen
Berggipfeln und schmalen Graten. Er ist touristisch sehr attraktiv
- sofern man die strengen Nationalpark-Auflagen einhält.
Der Gran-Paradiso gilt als einer der am leichtesten zu ersteigenden
Viertausender in den Alpen.
Naturfreunden
ist der Gran-Paradiso-Nationalpark bekannt als eines der bedeutendsten
Rückzugsgebiete des Alpensteinbocks (Capra ibex). Anfang
des 19. Jahrhunderts war diese Gegend überhaupt das letzte
Refugium des Steinbocks, der durch menschliche Verfolgung im gesamten
Alpenraum (!) bis auf etwa 100 (!) Tiere dezimiert worden war.
Von diesen
wenigen Exemplaren stammen alle heute in den Alpen lebenden Steinböcke
ab. Und das sind nicht wenige: Etwa 40.000 Steinböcke bevölkern
insgesamt wieder den Alpenraum, nur ein sehr kleiner Bestand (wenige
Hundert Tiere) allerdings die deutschen Gebiete.
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